Talsperre Pöhl - Quelle der Weißen Elster (58km)
Beschreibung
08:15 Uhr ist Start - es ist regnerisch trüb. Nach bisschen welligen Auf und Ab folgt die Abfahrt in Plauen zur Elster. Ein Campingkollege hat mir gestern die Strecke zum neuen Radweg beschrieben: Über die Hammerbrücke auf die Hammerstraße und die erste links rein - ein wunderschöner asphaltierter Radweg durch Plauen - immer entlang der Elster.
08:45 Uhr bei km 10,6 quere ich die Elster am Werksgelände von Neoplan auf die linke Seite. Schönes Deichradeln geschottert und teilweise asphaltiert bis Weichlitz. Dort muss ich fragen, wie ich hoch auf die Talsperre Pirk komme. Eigentlich wollte ich auf der rechten Seite unmittelbar an der Talsperre entlang fahren - zumindest geht dort der Europäische Fernwanderweg Eisenach-Budapest lang. Aber ich lande dann doch auf den offiziellen Elsterradweg bis kurz vor die Staumauer und dann geht es nur rechts hoch (in Fahrtrichtung) - und zwar mächtig gewaltig und anhaltend - Schieben. Kurze Rast in Planchwitz - wieder Schieben (insgesamt 90 Höhenmeter). Dafür gibt es eine rasante Abfahrt auf der Landstraße nach Oelsnitz rein (10:00 Uhr bei km 24,9). Die Ortsdurchfahrt Oelsnitz ist noch gut ausgebaut und ausgeschildert, aber dann führt die Strecke ohne separaten Radweg auf der B 92 (E49) entlang, relativ schmal, kurvenreich und mit leichten Auf und Ab. Und mit vielen Transit-Lkw stark befahren.
So folge ich doch aus Sicherheitsgründen der offiziellen Ausschilderung des Elsterradweges in die Berge - wieder knapp 100 m Höhenunterschied Schieben. Vor Adorf lande ich dann doch wieder auf der B92. 11:30 Uhr bei km 45,4 in Adorf Imbiss in einer ausrangierten Straßenbahn.
Hinter Adorf kann ich endlich die B92 verlassen und gelange auf einen asphaltierten Radweg straßenbegleitend nach Bad Elster. Durch das trübe Wetter ist nicht viel los. Am Kurpark wieder ein entscheidendes Radwegschild, so dass ich zweimal fragen muss. An einer Wandertafel kann ich mich dann halbwegs bis ins Böhmische orientieren und bin dann doch auf der richtigen Straße zu Grenze.
Grenzübertritt 13:00 Uhr bei km 54,0. Im nächsten Ort Doubrava habe ich die Wahl zwischen der cyklotrasa (Fahrradtrasse) 2062 links weg und berghoch oder 2064 geradeaus - auch berghoch. Kein Hinweis auf den Elsterradweg oder die Elsterquelle in Deutsch. Ich entscheide mich für die 2048 und das war goldrichtig. Es geht zwar anhaltend so steil bergauf, sodass sogar das Schieben fast unmöglich wird. Aber dann bin ich nach 180 Höhenmeter oben und fahre auf einem Forstweg unterhalb der Kammlinie nur noch im leichten Auf und Ab - erst bis Horní Paseky - da taucht das erste deutsche Schild Elsterquelle auf - und dann weiter bis zum Einstieg zur Elsterquelle. Wirklich Einstieg. Den links hoch führenden Hohlweg haben die Forstarbeiter mit schwerer Rücketechnik so zerschrammt, dass links und rechts tiefer Schlamm nur ein schmaler Streifen in der Mitte halbwegs begehbar blieb. Aber nur 100 m, dann führt ein Knüppeldamm zur Quelle.
14:40 Uhr bei km 57,9: Da stehe ich nun mutterseelenallein nach 250 km an der Quelle der Weißen Elster und keiner kann mich fotografieren. Die ganze Zeit bis ich niemand begegnet. Eintragung im Gipfelbuch bzw. Quellenbuch. Heute war doch schon jemand da - eine Wandergruppe aus Gera.
Von hier aus kann man gut, weil immer abwärts, wieder nach Bad Elster zurück fahren. Ich will aber weiter an die Eger. Aber das ist schon wieder ein anderer Bericht.
Schwierigkeitsgrad
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