Lehmwerder - Achim (50km)
Beschreibung
Die heutige Etappe ist unsere kürzeste. Wir wählen die Hauptvariante des Weser-Radweges, die zunächst durch Deichhausen und Tecklenburg verläuft. Beim Ochtum-Sperrwerk trifft sie mit der direkt am Weserufer liegenden Nebenvariante zusammen. Der Radweg bietet mehrfach verschiedene Varianten zur Auswahl, die gut beschildert sind. Wir radeln direkt entlang der Weser mit Blick auf das am gegenüberliegenden Ufer liegende Industriegebiet von Bremen – Nord.
Vor Woltmershausen führt ein Radweg neben der stark befahrenen Straße entlang. Der separate Radweg ist relativ neu gebaut, denn unser Radführer hatte hier noch vor dem Straßenverkehr gewarnt. Es geht durch ein Industriegebiet, dann zwischen Kleingartenanlagen und Stadtgebiet bis zur Weserüberquerung. Der Radweg führt auf der Brücke unterhalb der Straße über den Fluss. Von hier hat man auch ein schönes Fotomotiv auf die Weserpromenade die danach mit Hotel- und Gaststättenschiffen passiert wird.
Wir sind 22 km geradelt und kommen in die Bremer Altstadt.Hier gibt es viel zu sehen, z. B. den Bremer Marktplatz, daneben den St. Petri-Dom, das Rathaus und den Roland. Natürlich werden auch die Bremer Stadtmusikanten fotografiert. Lohnenswert ist auch der Spaziergang durch das Schnoorviertel mit vielen schönen, rekonstruierten Häusern aus dem 15.und 16. Jahrhundert. Hier gibt es nette Gasthäuser und in einem kleinen Cafe konnten wir leckeren Kuchen genießen. Die Stadt verlassen wir nun auf der Nebenvariante ostseitig der Weser entlang der B 75. Der Straßenlärm begleitet uns.
Links stehen schmucke Stadtvillen und Bürgerhäuser, rechts fließt die Weser. Nachdem wir das Weserstadion passiert haben, führt der Radweg weiter durch Industriegebiet bis wir schließlich unter der Autobahn A1 das Stadtgebiet verlassen. Nun geht es wesentlich ruhiger neben dem und teilweise auch auf dem Deich weiter, vorbei an friedlich kauenden Schafen und Weizenfeldern. Es könnte ein entspanntes Radeln sein, wenn wir nicht gegen den Wind anfahren müssten.
Bis Achim, unserem heutigen Etappenziel ist es nicht mehr weit. Über den Corporalsdeich kommen wir in den Ort, biegen rechts in einen zunächst unbefestigten geschotterten Weg. Dann geht es auf befestigen Grund direkt in die Fußgängerzone. Hier befindet sich eines der größten Glockenspiele Norddeutschlands. Die hier zu findenden Überreste der Hünenburg haben eine interessante Geschichte. Diese Ringwallanlage entstand im 11. Jahrhundert und ist bis heute weitgehend erhalten geblieben. Um 1400 soll der Legende nach der berühmt berüchtigte Seeräuber Claus Störtebeker die Hünenburg als Deckung für seine Schiffe genutzt haben. Negativ muss man anmerken, dass wir bis hierher nur eine Schutzhütte entlang des Radweges entdeckt haben. Hier sollte unbedingt nachgebessert werden. Bei den folgenden Etappen boten diese Einrichtungen öfter Schutz vor dem wechselndem Wetter an.
Schwierigkeitsgrad
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