Luckau - Werben (73km)
Beschreibung
09:00 Uhr Start. Wassertanken und im Fahrradgeschäft neuen Schlauch kaufen. Der Fahrradfritze verrät uns eine Abkürzung. Statt über die Dörfer haben wir dadurch eine schöne Fahrt entlang des Schlabendorfer Sees. Hier fehlt vielleicht noch 1 m bis zum Vollstau. Im bikeline ist der riesige See noch als zwei kleine Pfützen eingezeichnet. Die Yachthafen in Schlabendorf ist noch leer. Der See scheint gesperrt. Auch hier überall die Schilder: Lebensgefahr - Betreten verboten. Vielleicht verhindert auch hier die Angst vor Böschungsrutschungen die touristische Inbetriebnahme des Sees.
Leider müssen wir vor Zinnitz auf die stark befahrene Landstraße ausweichen. Unter die A13 durch. Nach dem Dorf Groß Jehser beginnt der Aufstieg in die Calauer Schweiz. Aber die Strecke durch den Wald und am Funkturm ist zu ertreten. Und dafür gibt es eine Abfahrt ins Städtchen Calau (11:39 Uhr bei km 27,0). Rast in einem Café auf dem Markt. Nach Saßleben geht es wieder schön durch den Wald. Wir haben den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein und sind dankbar für etwas kühlen Schatten.
12:45 Uhr bei km 40,5 erreichen wir ein weiteres Highlight unserer Tour - das IBA-Projekt Slawenburg Raddusch. Über 40 solcher ringwallartigen Befestigungsanlagen - vom slawischen Stamm der Lusizi (daher hat die Lausitz auch seinen Namen) bis zum 10. Jahrhundert erbaut - wurden von der Braunkohlenarchäologie nachgewiesen. Die Burg Raddusch wurde beim Aufschließen des Tagebaus Seese-Ost 1984 entdeckt. Durch das Aus des Tagebaus 1989 konnte im Rahmen eines IBA-Projektes die Burg am originalem Standort rekonstruiert werden.
Unter die A15 durch und hinter dem Ort Raddusch tauchen wir in den Spreewald ein. Meine beiden Damen wollen das volle Karree des Fürst-Pückler-Weges im Zickzack durch den Spreewald ausradeln. Und so zickeln und zackeln wir durch den Spreewald gen Nord. Wegführung und Beschilderung sind ab und zu etwas verwirrend. Hier kreuzen sich viele Radwege bzw. verlaufen parallel. Der Wechsel von Wiesen und Wald, Einzelgehöften und kleinen Siedlungen, Fahrt entlang oder über kleine Fließe - Spreewaldradeln - ein Erlebnis.
15:20 Uhr bei km 55,3 sind wir an der linken oberen Zacke an der Waldschänke in Burg-Kauper. Jetzt geht es im Prinzip nach Ost. Endlich sind wir an der rechten oberen Zacke angekommen und radeln nach einer 900-Kurve auf einer alten Bahntrasse gen Süd.
Am Bismarkturm vor Burg (16:00 Uhr bei km 66,2) Zeit für eine Rast und telefonisch Quartier machen. Nun radelt es sich gleich beruhigter auf den letzten 6 km und wir können uns wieder an den vielen Störchen im Nest und auf der Wiese erfreuen. 17:00 Uhr sind wir in Werben.
Schwierigkeitsgrad
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