Bad Liebenwerda - Lichterfelde (56km)
Beschreibung
08:40 Start durch den Kurpark. Anmutige Fahrt durch die Dörfer, Wiesen und Wälder. Kornblumen, Mohn und die Akazien blühen. 09:45 Uhr bei km 11,7 sind wir am IBA-Projekt Brikettfabrik Luise. Sie ist die älteste Brikettfabrik Europas (1982 - 1991). So sieht sie auch aus. Die nächste Führung beginnt 10:00 Uhr. Aber wir schenken uns auch hier den Besuch: Der Weg ist das Ziel.
Hinter Tröbitz geht es in die „Berge“. Die ersten 20 Höhenmeter verlangen eine Rast (10:30 Uhr bei km 16,5). Es folgt eine 10 km lange, fast schnurgerade herrliche Waldfahrt bis Doberlug-Kirchhain, vorbei an der leeren Lausitz-Kaserne der Bundeswehr, einem stillgelegten Hotel und leeren Plattenbauten.
11:30 Uhr bei km 27,0 sind wir im Zentrum von Kirchhain zu einer Rast und einen Bummel über den Markt. Etwas schwierige Navigation straßenbegleitend nach Doberlug und hinterm Bahnhof aus Doberlug raus. Da sind wir wieder auf dem ausgeschilderten Fürst-Pückler-Weg. Fotostopp an der Feldsteinkirche in Lugau mit einer ungewöhnlich 8-eckigen Turmhaube.
Wir kreuzen zweimal die Trasse der OPAL (Ostseepipelineanschlussleitung). Aber der Radweg war schon wieder asphaltiert. 13:45 - 14:00 Uhr bei km 39,9 machen wir Rast im finsteren Walde vor Finsterwalde.
14:20 Uhr bei km 43,0 sind wir im Zentrum von Finsterwalde. Beim Italiener sitzen wir geruhsam in der Nachmittagssonne und lassen die Finsterwalder an uns vorüberziehen. Anschließend ein kurzer Blick ins Schloss, welches seit 15 Jahren renoviert wird - als schicker fürstlicher Kontrast zu den Plattenbauten ringsherum.
Wir finden wieder den Radweg. Ausgangs Schacksdorf geht es vorbei an den ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz und seinen Bunkern für die Kampfflugzeuge. Vor Lichterfelde haben wir das erste Mal Blick auf die gewaltige Länge der Abraumförderbrücke F60, unserem heutigen Highlight. Wir nehmen Quartier in Lichterfelde.
19:30 Uhr radeln wir zum IBA-Projekt Besucherbergwerk F60. Wir sind von den Dimensionen dieses liegenden Eifelturmes fasziniert. Der Stahlkoloss ist 502 m lang und wiegt 11.000 Tonnen. Die Abraumförderbrücke überspannte den gesamten Tagebau Klettwitz-Nord. Sie hatte die Aufgabe, das Kohleflöz freizulegen und beförderte die 60 m tief abgebaggerten Abraummassen auf die andere Seite zur Verkippung. Sie wurde 1989-1991 gebaut. Bereits nach 13 Monaten kam das Aus. Sie sollte gesprengt und verschrottet werden. Aber engagierte Bergleute retteten sie als technisches Denkmal. Einer davon führt uns bis auf die schaurig-schöne Höhe von 80 m. Inzwischen ist es finster geworden. Die Licht- und Klanginstallation wird eingeschalten Unter dem Geräusch der noch arbeitenden F60 im Tagebau Welzow und im Schein unserer Grubenhelmlampen steigen wir bewegt ab.
Schwierigkeitsgrad
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